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Das Niedrigenergiehaus

Das Niedrigenergiehaus hat einen Heizwärmebedarf von <70 kWh/ (m2 a) und ist im Rahmen der EnEV Stand der Technik. Von großer Bedeutung bei der Planung und Umsetzung von Wohngebäuden ist die Ausgewogenheit der Investitionskosten in den Wärmeschutz und in eine effiziente Anlagentechnik. Es gilt, dass die zusätzlichen Investitionen in den baulichen Wärmeschutz umso stärker ansteigen, je niedriger der Heizwärmebedarf wird. Die Amortisation über die geringeren Energieverbrauchskosten kann leicht einige Jahrzehnte dauern.

Das Niedrigenergiehaus
© Jürgen Fälchle - Fotolia.com

Setzt man jedoch anstelle von Standardheizungstechnik verbesserte Anlagentechnik ein, so lässt sich die gleiche Energieeinsparung durch geringere Investitionen in den Wärmeschutz erreichen. Für den Planer gilt es, im Interesse des Bauherren das Optimum bezüglich der Investitionskosten in den Wärmeschutz und in effizientere Anlagentechnik zu ermitteln.

Guter Wärmeschutz

  • Zielwert für Dächer und Decken
    U-Wert<0,15 W/m2K
  • Zielwert für Außenwände
    U-Wert<0,25 W/m2K
  • Zielwert für Kellerdecke / Bodenplatte
    U-Wert<0,30 W/m2K
  • Zielwert für Fenster
    U-Wert<1,50 W/m2K (2-fach-Verglasung)

Lüftung

Die Lüftung sollte mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet werden. Der aus Küche und Bad abgesaugten feuchtwarmen Luft wird Wärme entzogen, die zum Aufheizen der Frischluft dient.

Warmes Wasser

Solarerwärmtes Wasser sollte nur dann und direkt am Ort der Entnahme nacherwärmt werden, wenn der
Solarspeicher nicht die erforderliche Warmwassertemperatur erreicht. Auch bei Verzicht auf eine Solaranlage sichert
eine dezentrale Warmwasserversorgung durch einen Kleinspeicher oder Kompaktdurchlauferhitzer in der Küche, einen Kleindurchlauferhitzer im Gäste-WC sowie einen elektronisch geregelten Durchlauferhitzer im Bad eine besonders energie- und wassersparende Art der Warmwasserversorgung. 

Heizung

Eine Sole/Wasser-Wärmepumpe macht beispielsweise die im Erdreich gespeicherte Umweltwärme nutzbar und sorgt für eine angenehme Raumtemperatur. Das Haus besitzt außerdem keinen Schornstein und keine Bevorratung von Brennstoffen. Stattet man das Haus bei gleichem Wärmeschutz mit einer modernen Niedertemperaturheizungsanlage (gas- oder ölgefeuert), einer zentralen Warmwasserversorgung mit Speicher und Zirkulation sowie einer mechanischen Abluftanlage aus, so beträgt der jährliche Endenergieverbrauch etwa das Vierfache.

Die Vorteile kurz gefasst:

  • sehr niedriger Energieverbrauch
  • gesundes Wohnen, Energieeinsparung, Vermeidung von Bauschäden durch Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung
  • Nutzung regenerativer Energien für den Raumwärmebedarf und die Warmwasserversorgung
  • angenehme, gleichmäßige Raumtemperatur durch Fußbodenheizung
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