Navigation
Wärmepumpen mit Kühlfunktion
Wärmepumpe

© Stiebel Eltron

Wärmepumpen mit Kühlfunktion

Bei zu hohen Raumtemperaturen nehmen Behaglichkeitsgefühl und Leistungsfähigkeit des Menschen stark ab. Deshalb rückt auch für Wohngebäude die Kühlung an heißen Sommertagen immer mehr in den Blickpunkt.

Erdgekoppelte Wärmepumpen können auch zur Kühlung des Gebäudes eingesetzt werden. Erdreich, das im Winter als Wärmequelle dient, kann auch im Sommer genutzt werden. Es hat ganzjährig eine Temperatur von etwa 8 °C bis 12 °C und ist damit auch ein hervorragendes Kältereservoir. Im Gebäude wird den Räumen über die Heiz- bzw. Kühlflächen Wärme entzogen. Diese Wärme wird dann über den Kollektor oder die Erdsonde an das Erdreich abgegeben. Der Verdichter ist nicht in Betrieb, deshalb spricht man von einer „passiven Kühlung“.

© Vaillant

Ein weiteres Prinzip ist die „aktive Kühlung“. Hier wird die Kühlleistung einer Luft/Wasser-Wärmepumpe (kalte Seite) auf das Heizsystem übertragen. Der Verdichter wird eingeschaltet, die Wärmepumpe ist „aktiv“ und der Kreisprozess verläuft umgekehrt (reversibel). Diese Variante kommt erst dann zum Einsatz, wenn die Leistung der passiven Kühlung nicht ausreichen sollte. Gegenüber der passiven Kühlung lassen sich mit der aktiven Kühlung höhere Kälteleistungen erzielen.

In Verbindung mit einer aktiven Kühlung müssen Gebläsekonvektoren eingesetzt werden. Über die Konvektoren wird die Kälteleistung des wassergeführten Systems auf die Raumluft übertragen. Hier ist auch die Entfeuchtung der Raumluft durch Kondensation möglich.