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Die größten Irrtümer beim Lüften

Irrtum Nr. 1: „Gekippte Fenster sorgen für dauerhaft frische Luft“

Eine durchgängige Kipplüftung bringt nur wenig Luftaustausch und ist dabei extrem ineffizient, da viel Wärme verloren geht. Zudem kühlt das Mauerwerk rund um das Fenster aus, wodurch sich ungesunder Schimmel bilden kann. Wesentlich effektiver ist regelmäßiges Stoßlüften bei weit geöffnetem Fenster für mindestens fünf Minuten. Auf diese Weise wird die Raumluft komplett ausgetauscht. Um Wärmeverluste zu vermeiden, sollten dabei die Heizkörperventile immer geschlossen werden.

Irrtum Nr. 2: „Die nachträgliche Installation einer Lüftungsanlagen ist sehr kompliziert und teuer“

Ob zentrales System oder Einzelgeräte für ausgewählte Räume – die Installation von Lüftungsanlagen ist auch nachträglich kein Problem. Gerade bei dezentralen Einzel-Lüftungsgeräten ist der Aufwand gering: Nötig sind nur ein Stromanschluss und eine freie Außenwand zur Direktmontage. Durch die direkte Luftzufuhr und den Abtransport der verbrauchten Luft müssen keine zusätzlichen Luftkanäle im Raum verlegt werden. Der Vorteil einer zentralen Lüftungsanlage: Die Technik bleibt fast unsichtbar, da sämtliche Komponenten des Systems sich unauffällig im Hintergrund halten. Das Lüftungsgerät wird zum Beispiel im Keller aufgestellt und die Luftverteilung über Leitungen in Wänden und Böden sorgt sozusagen hinter den Kulissen immer für das richtige Raumklima.

Irrtum Nr. 3: „Wer eine Lüftungsanlage betreibt, darf die Fenster nicht mehr öffnen“

Das Öffnen der Fenster ist nicht mehr notwendig, denn das Belüftungssystem bringt ständig staub- und pollenfreie Frischluft ins Haus. Für viele Menschen ist das eine Umstellung, denn bereits von Kindesbeinen an lernen wir, dass es wichtig ist, ab und zu mal die Fenster zu öffnen, um kräftig zu lüften. Aber wer lüftet dabei schon richtig und effizient? Das ist aber das A und O, denn bis zu zehn Liter Wasser verdunsten täglich im Haushalt einer vierköpfigen Familie, unter anderem durch Putzen, Pflanzen gießen, Wäsche waschen und trocknen, Kochen, aber auch beim Baden und Duschen. Das erhöht die relative Feuchte der Luft, und es kommt zu Tauwasserbildung in kühlen Ecken, oft hinter Möbeln, aber auch in Bädern und Küchen – ideale Bedingungen für Schimmel. Eine Wohnungslüftungsanlage transportiert diese Feuchtigkeit aus der Luft zuverlässig ab, so dass keine Gefahr droht. Selbstverständlich dürfen die Fenster aber auch beim Betrieb einer Lüftungsanlage noch geöffnet werden.

Irrtum Nr. 4: „Lüftungsanlagen erhöhen durch den ständigen Luftaustausch die Heizkosten“

Mit Lüftungsanlagen können die Energiekosten sogar reduziert werden, denn sie vermeiden Wärmeverluste, wie sie bei der Fensterlüftung entstehen. Geräte mit Wärmerückgewinnung sind besonders effizient. Sie können bis zu 95 Prozent der Wärme aus der Abluft zurück gewinnen und wieder ins Gebäude führen. Damit lassen sich die Heizkosten deutlich senken.Gerade angesichts der stetig steigenden Energiepreise sind Lüftungsanlagen also eine zukunftsweisende Investition. 

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