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Funktionsweise
Infrarotheizung

© Stiebel Eltron

Funktionsweise

Ein Heizleiter, also ein stromdurchflossener Draht, sitzt hinter einer Abdeckung und erwärmt diese auf Temperaturen zwischen 50 °C und 200 °C, die maximalen Oberflächentemperaturen variieren in Abhängigkeit von den eingesetzten Materialien.

Hinter dem Heizleiter der Elektroheizung befindet sich eine thermisch isolierende Schicht, die dafür sorgt, dass die Wärme ausschließlich nach vorne abgegeben wird. Aufgrund der teils relativ hohen Temperaturen und der optimierten Strahlungsoberfläche (materialabhängig) geben die Heizflächen zu einem großen Teil Strahlungswärme – und damit Infrarotstrahlung – ab. Die langwelligen Infrarotstrahlen treffen dann auf Wände, Einrichtungsgegenstände, aber auch Personen, die wiederum die Wärme aufnehmen.

Infrarot-Heizungspanels sind mit verschiedenen Strahlungs-Oberflächen verfügbar;
 Bei den IR-Panels mit einer leicht strukturierten Metalloberfläche erfolgt aufgrund der sehr schnellen Wärmeübertragung eine schnell spürbare Wärmestrahlung schon nach ca. 5 Minuten.

Alternativ gibt es auch Infrarotheizungen mit einer Glasoberfläche, die wegen der stärker isolierenden und speichernden Eigenschaft die Strahlungswärme etwas später bereitstellen, dafür bei abgeschaltetem IR-Panel eine längere Restwärmestrahlung bieten.
Darüber hinaus sind teils auch weitere Materialien für unterschiedlich designte Oberflächen möglich.

Aufbau einer Infrarotheizung

1. Rückseite/Montageplatte, 2. Isolierung, 3. Infrarot-Heizelement, 4. Frontplatte

Bei der Infrarotheizung ist ein weiterer Aspekt von Bedeutung, der der diese besonders für Allergiker interessant macht. Es kommt wie bei einer Fußbodentemperierung kaum zu Staubaufwirbelungen. Auch Asthmatiker profitieren deshalb von dieser Heizungsart. Gleichzeitig verhindert die Wärmeabstrahlung auf Böden, Wände, Decken und Möbel effektiv eine mögliche Schimmelbildung.

Ein normaler Stromanschluss reicht aus für ein Infrarotheizungspanel. Die Panels sind in der Regel sehr flach aufgebaut ( rund 20 mm). Da die Infrarotheizung alle angestrahlten Körper und Gegenstände erwärmt, und nur zu einem geringeren Anteil die Raumluft, sind kleinere Heizleistungen für die Flächenstrahlung ausreichend. Infrarot-Heizungspanels sind in den Leistungsstufen von rund 300 Watt bis 1500 Watt erhältlich. In der Praxis sind meistens Leistungsgrößen unter 1.000 Watt für ausreichend.

Der einfachste Weg zur Temperaturregelung der Infrarotheizungen ist eine Funk-Raumthermostat-Lösung. Diese ermöglicht eine möglichst einfache Systeminstallation, gerade auch im Nach- oder Umrüstungsfall. Dabei sind keine zusätzlichen Kabel neu zu verlegen; Es kann entweder ein direkt am Infrarot-Heizungspanel eingesetzter Funkempfänger zwischengeschaltet oder aber auch ein Unterputz-Funkempfänger in er Strom-Zuleitung der Infrarotheizungen eingesetzt werden. Die Funkempfänger können dann über den Raum-Funkthermostat eine komfortable und einfach zu installierende Anwendung sicherstellen.

Es gibt aber auch die Möglichkeit, ein drahtgebundenes Regelungssystem einzusetzen. Hier bieten viele Hersteller für Raumtemperaturregler entsprechende Lösungen an bis hin zur Integration in Smart Home Systemen.