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25.06.2008

Kurze Leitungen sparen Energie und Wasser

Schnell gewechselt: Moderne Durchlauferhitzer zur effizienten Warmwasserbereitung passen unter jedes Waschbecken

Je stärker die Energiepreise steigen, um so mehr rücken Maßnahmen zur Verbesserung der energetischen Bilanz von Haus oder Wohnung in den Blick von Bauherren und Eigentümern. Besonders gravierend schlagen Wärmeverluste bei der Warmwasserbereitung zu Buche. Immerhin wird nach dem Heizen die meiste Energie im Haushalt für die Bereitstellung von warmem Wasser benötigt. Pro Person müssen täglich durchschnittlich 30 bis 50 Liter des kühlen Nass auf höhere Temperatur gebracht werden, mehr als die Hälfte davon für Bad und Dusche. Der Rest wird in der Küche, für die Wäsche und die Wohnungsreinigung gebraucht. Das altbewährte Konzept, die Warmwasserbereitung im Haus mit der Heizungsanlage zu koppeln, ist noch immer in vielen Haushalten Standard. Das kann aber richtig teuer werden, denn ein zentraler, mit Öl oder Gas betriebener Speicher hält große Mengen von Wasser rund um die Uhr auf hohen Verbrauchstemperaturen über 65°C – auch wenn es gerade nirgendwo gebraucht wird. „Hier müssen wir umdenken und das große Einsparpotenzial in der Warmwasserversorgung nutzen“, so Jörg Gerdes, Sprecher der Berliner Initiative WÄRME+.

Kurze Leitungen sparen Energie und Wasser

„Effizienter und sparsamer ist es, das Wasser nur dann zu erwärmen, wenn es auch fließen soll – zum Beispiel elektrisch und dezentral mit direkt an der Entnahmestelle installierten Durchlauferhitzern.“ Während aus zentral versorgten Leitungen, die oft 15 Meter lang oder länger sind, erst mal etwa fünf Liter kostbares Wasser ungenutzt im Abfluss verschwinden, weil es noch nicht die gewünschte Temperatur hat, benötigen moderne elektronische Durchlauferhitzer keine Vorlaufzeit mehr. Das warme Wasser steht sofort nach Aufdrehen der Armatur gradgenau zur Verfügung. Das ist komfortabel und spart auch im Vergleich zu einem hydraulischen Gerät, wie sie noch in vielen Haushalten zu finden sind, noch einmal bis zu 20 Prozent Energie- und Wasser. Die Unterschiede zwischen einer zentralen Versorgung und der flexibleren elektrischen Warmwasserbereitung hat WÄRME+ unter www.waerme-plus.de anschaulich zusammengestellt. Praktische Hilfestellung gibt dort außerdem der „Rechner Warmwasserkosten“.

Energieeffizienz am Handwaschbecken

Am Handwaschbecken sind Klein-Durchlauferhitzer eine günstige Alternative, bei der man Stand-by-Verluste vermeidet und nur bei Bedarf Energie verbraucht. Die Geräte sind nicht größer als ein DIN A5-Schulheft und passen unter jedes Waschbecken und jede Spüle – auch in engen Nischen, der Gästetoilette und im kleinen Dachgeschoss-Bad. Zur Installation reicht eine spritzwassergeschützte 230-Volt-Steck¬dose in unmittelbarer Nähe der Wasser-Entnahmestelle. Elektronische Klein-Durchlauferhitzer heizen das Wasser nicht vor, sondern erwärmen es unmittelbar während des Durchströmens. Gegenüber herkömmlichen Kleinspeichern beträgt die Energieersparnis dadurch rund 65 Prozent. Sofort nach dem Aufdrehen der Armatur liefern sie warmes Wasser, zwei bis drei Liter pro Minute und unbegrenzt lange. „In Deutschland sind schätzungsweise 15 Millionen ältere Kleinspeicher installiert. Wenn diese gegen die effizienten modernen Klein-Durchlauferhitzer ausgetauscht würden, ließen sich jährlich beachtliche 1.150 Gigawatt-Stunden Stand-by-Energieverbrauch einsparen. Damit könnte man eine Stadt wie Augsburg ein Jahr lang mit Strom versorgen,“ macht Gerdes die Rechnung auf. Übrigens: Noch effizienter wird die Warmwasserbereitung, wenn man zusätzlich die Kraft der Sonne nutzt: Innovative elektronische Durchlauferhitzer können inzwischen auch über eine thermische Solaranlage vorerwärmtes Wasser verarbeiten. Auf diese Weise ließen sich noch mal bis zu 60 Prozent an Energie einsparen.

Pressekontakt: becker döring communication · Löwenstraße 4-8 · 63067 Offenbach · a.becker@beckerdoering.com

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