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Elektronische Durchlauferhitzer

Dezentral gewinnt

Im Schnitt nutzt ein Haushalt die Hälfte seines gesamten Wasserverbrauchs als warmes Wasser. Im Hinblick auf einen klimaschonenden Umgang mit Ressourcen ist es also wichtig, dieses Trinkwasser möglichst effizient zu erwärmen. Voraussetzung dafür ist die richtige Technik. Zeitgemäße Effizienz-Lösungen für Neubau und Modernisierung sind elektronische Durchlauferhitzer, die das Wasser abgekoppelt von der Heizung dezentral erwärmen.

Sofort auf Wunschtemperatur

Elektronische Durchlauferhitzer erhitzen das Wasser genau dann, wenn es gebraucht wird und zwar direkt an der Zapfstelle: an der Küchenspüle, am Waschbecken im Bad in der Dusche oder an der Badewanne. Diese dezentrale Warmwasserbereitung spart Energie und ist beim Einsatz von Ökostrom sogar komplett klimaneutral. Elektronische Durchlauferhitzer gibt es in unterschiedlichen Größen für jeden Bedarf, sie verursachen anders als zentrale Anlagen praktisch keine Wartungskosten und verbrauchen nur dann Strom, wenn warmes Wasser gezapft wird. Kurze Leitungswege sorgen zusätzlich für Effizienz, denn sie reduzieren Wärme­- und auch Wasserverluste auf ein Minimum.

Zur Energie- und Wasserersparnis kommt ein großer Komfortgewinn, denn die Geräte lassen sich gradgenau einstellen und halten die Temperatur konstant. Das ist besonders deshalb wichtig, weil im Haushalt für die verschiedenen Zwecke sehr unterschiedlich temperiertes Wasser benötigt wird.

Warmwassertemperaturen im Haushalt
Abwasch 50 °C
Baden 40 °C
Duschen 38 °C
Händewaschen 35 °C

Interessant für Modernisierer: Im Vergleich zu hydraulischen Geräten – bei denen die Wunschtemperatur durch das wenig energieeffiziente Beimischen von kaltem Wasser erreicht wird – haben elektronische Durchlauferhitzer einen deutlich besseren Wirkungsgrad und sparen bis zu 20 Prozent Energie.

Elektronische Durchlauferhitzer haben einiges zu bieten

Durchlauferhitzer gibt es in unterschiedlichen Ausstattungen. Top-Geräte haben folgende Ausstattungsmerkmale:

  • Digitalanzeige für Temperatur, Durchflussmenge, Energieverbrauch, Uhrzeit, Kosteneinsparung u. ä.
  • Funk-Fernbedienung
  • ECO-Taste und einstellbare Wellness-Dusch-Programme
  • Einstellung von unterschiedlichen Wunschtemperaturen
  • Sicherheitsfunktionen wie Temperaturwarnblinker, Verbrühschutz und Kindersicherung
  • Steuerung per Fernbedienung oder App, damit zum Beispiel der unsichtbare Einbau der Geräte im Badezimmerschrank möglich ist.

Fragen und Antworten

Was ist der Unterschied zwischen einem hydraulischen und einem elektronischen Durchlauferhitzer?

Hydraulische Durchlauferhitzer schalten bei Überschreiten des erforderlichen Wasserfließdrucks immer die volle Heizleistung ein. Bei Druckschwankungen kommt es damit zwangsläufig zu unerwünschten Wechselduschen. Besser und effizienter arbeiten elektronische Durchlauferhitzer mit Mikroprozessor-Technologie, die automatisch die Heizleistung in Abhängigkeit von Sollwert, Durchflussmenge und Zulauftemperatur regeln. Druckschwankungen im Wassernetz und wechselnde Einlauftemperaturen werden sofort ausgeglichen, das warme Wasser kommt immer konstant gradgenau aus der Leitung. Unterm Strich lassen sich mit einem elektronisch geregelten Durchlauferhitzer bis zu 20 Prozent Energie einsparen.

Ist die Warmwasserbereitung mit Strom teuer?

Ein Durchlauferhitzer verbraucht im Gegensatz zur zentralen Warmwasserbereitung nur dann Energie, wenn er genutzt wird. Es muss also kein Wasservorrat kontinuierlich auf Temperatur gehalten werden und über lange Leitungswege durchs Haus zirkulieren. Bereitschaftsenergie- und Verteilverluste werden konsequent vermieden. Moderne Modelle sorgen mit einer elektronischen Temperaturregelung für Energieeffizienz. Sie nehmen nur die Leistung auf, die tatsächlich für den Anwendungszweck benötigt wird. Das spart Energie und Kosten gegenüber einer zentralen Warmwasserbereitung und jeder zahlt nur das was er wirklich verbraucht hat!

Welcher elektrische Warmwasserbereiter eignet sich für ein selten genutztes Handwaschbecken?

Um zum Beispiel das Gäste-WC oder eine Zapfstelle im Anbau energiesparend mit warmem Wasser zu versorgen, sind Kleindurchlauferhitzer die erste Wahl. Diese Geräte sind kompakt, finden überall Platz und lassen sich problemlos über eine Steckdose anschließen.

Gibt es ein Energielabel für Durchlauferhitzer?

Bei Warmwassergeräten ist das Energielabel Pflicht. Weil Durchlauferhitzer zu den effizientesten Warmwasserbereitern gehören, sind derzeit alle Geräte in die Effizienzklasse A eingeordnet. Für die richtige Kaufentscheidung sind aber noch weitere Kriterien wichtig: So müssen das Zapfprofil und der jährliche Energieverbrauch zum tatsächlichen Bedarf im Haushalt passen. Es lohnt sich also, den Energiebedarf der Geräte genau zu prüfen und zu vergleichen.

Auch der Einsatzzweck ist maßgeblich. Er wird mit dem Zapf- bzw. Lastprofil visualisiert. Zum Beispiel reicht am Handwaschbecken ein Wasserdurchfluss von 2 Litern pro Minute völlig aus. Hier ist ein Klein-Durchlauferhitzer mit kleinen Lastprofil (XXS) die richtige Wahl. Zur Versorgung einer Küchenspüle benötigt man ein Gerät mit dem nächstgrößeren Zapfprofil (XS), beispielsweise einen Kompakt-Durchlauferhitzer, der 5 Liter Wasser pro Minute erhitzt. Zur Versorgung von mehreren Entnahmestellen im Bad ist ein großer Durchlauferhitzer mit einem Wasserdurchfluss von 10 bis 15 Litern pro Minute notwendig. Diese Geräte haben das Lastprofil S. Große Speicher, die mehrere Wohnungen versorgen können, haben entsprechend größere Lastprofile von L bis XXL.

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